Was kostet so ein Schwein?

Natürlich werde ich immer wieder gefragt, was so ein Schwein denn kostet. Nun ist es ja so, dass ein Schwein aus vielen verschiedenen Teilstücken besteht und die Stücke unterschiedliche Preise haben. Somit kann man nicht einfach sagen: Gewicht x Kilopreis = Gesamtpreis, sondern muss im Grunde genommen für jedes Teilstück den Preis nehmen und mit dem Gewicht multiplizieren.

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Futter und Zufütterung der Schweine

Die Schweine ernähren sich größtenteils von dem, was sie auf der Weide und im Wald finden. Das sind Wurzeln, Insekten, Schnecken, Gräser und zu den jeweiligen Jahreszeiten dann das Obst oder die Kastanien von den Bäumen. Da das aber dennoch nicht ausreichend ist, bekommen sie zusätzlich eine Futtermischung zugefüttert. Diese Mischung besteht zu zwei Dritteln aus gequetschtem Getreide (Weizen/Gerste) und einem Drittel Erbsen (oder Bohnen) als Eiweißträger.

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Belegen … so heißt das bei den Schweinen. Sam’s the man!

Im Gegensatz zu den industriellen Zuchtbetrieben (und sogar auch vielen kleineren), wo die künstliche Besamung von Schweinen Standard ist, werden die Sauen auf dem Hofgut Silva noch ganz normal von einem Eber gedeckt. Judith hat mir erklärt, wie das bei ihnen abläuft:

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Erste Gedanken zu diesem Blog und zur Schweinepatenschaft

Als ich im Juli 2014 das erste Mal auf dem Hofgut Silva zu Besuch war und die Filmaufnahmen gemacht habe (den Bericht und Film kannst du hier im Blog auch anschauen), war ich bereits angefixt von dem Gedanken, dass ich eines Tages nicht einfach nur mal „ein Stück Fleisch“ vom Hof bekomme, sondern dass da mehr drin ist. Was genau, war mir damals noch nicht so genau bewusst, aber diese Gedanken sind seither gereift und dann letzten Endes in dieses Projekt hier gemündet.

Seit unserem Umzug in Pfalz vor mittelweile neu Monaten hatte ich viel Zeit zum Nachdenken. Da die Telekom etwa acht Monate benötigt hat, um uns endlich unseren DSL-Anschluss bereitzustellen, war ich logischweise während dieser Zeit nicht mehr in der Lage Videos hochzuladen und Disturbed Cooking aktiv weiter zu betreiben. Interessant war allerdings, dass ich durch diese erzwungene Pause ein wenig Abstand gewonnen habe und dann auch feststellen musste, dass die Luft ohnehin raus ist. Ich habe mich ernsthaft gefragt, ob ich tatsächlich noch das nächste Video veröffentlichen soll, in dem ich zeige, wie ich dieses oder jenes zubereite? Nach mittlerweile fast sechs Jahren DC hatte ich das Gefühl, dass etwas neues passieren muss (und das obwohl unsere neue Küche ja auch ihren Teil dazu hätte beitragen sollen). Als ich dann noch mehrfach auf das übelste beschimpft wurde, weil ich keine Videos mehr veröffentliche war klar, dass das so nicht mehr weitergehen kann.

Außerdem kam noch dazu (und ich hoffe, diese persönliche Entwicklung kannst du in der Chronologie bei DC gut erkennen), dass wir in den letzten drei Jahren nach und nach immer weniger Fleisch konsumiert haben und heute im Grunde genommen während der Woche gar kein Fleisch mehr essen, uns aber dafür auf das Wochenende freuen, an dem es was Besonderes gibt. Es geht hier keineswegs darum vegetarisch zu leben, sondern ich möchte einfach kein Fleisch mehr essen, von dem ich nicht weiß wo es herkommt und wie die Tiere aufgezogen, behandelt und am Ende geschlachtet wurden. Und logischweise ist es dann auch nicht damit getan, dass irgendwo Bio draufsteht.

Schließlich kommt dann noch der Punkt „Nose to tail“ hinzu, der (glücklicherweise) momentan einen richtigen Boom erlebt, dass die Menschen also endlich wieder alle Teile eines Tieres verarbeiten und essen und es eben nicht immer nur Filet und Rücken sein muss. Die Wertschätzung gegenüber dem Tier wiegt meiner Meinung nach noch deutlich höher, wenn nicht nur gefühlte 10% verarbeitet, verkauft und konsumiert werden.

Als ich dann vor einigen Monaten mit einem Freund bei Steffen Schäfer, alias Der Vogelsberger zu Besuch war und wir dort mit einem Schwein in den Schlachthof gegangen sind, habe ich gemerkt, dass es sich richtig anfühlt, dabei zu sein, wenn das Schwein geschlachtet wird. Nicht dass eines Tages alle meinen, das Fleisch wächst in der Blisterpackung im Supermarkt. Und als wir dann kurze Zeit später einige Stücke von ihm genießen durften, habe ich mich einfach gefreut und mich noch einmal beim Schwein bedankt.

Und wenn ich dann last but not least über die eigene Verarbeitung verschiedener Stücke (Wurst, Schinken, usw.) nachdenke, dann liegt es natürlich nahe, dass ich für das alles eine venünftige Idee brauche. Der eigentliche Durchbruch kam dann neulich als wir auf einer längeren Wanderung waren und beim Laufen die Gedanken fließen und sich entwickeln können. Ich habe diese Idee zuerst mit meiner Frau besprochen, noch ein wenig ausformuliert und habe mich dann wieder an Judith Wohlfarth gewandt, um mit ihr zu besprechen, ob wir das gemeinsam machen können. Das Ergebnis ist dieser Blog und alles, was ab heute in den nächsten etwa zwei Jahren passieren wird. Eine Zusammenfassung dazu findest du oben im Menü Mein Schwein und ich.